Der Guide zum erfolgreichen Einstieg in’s E-Mail Marketing

E-Mail Marketing ist zweifelsfrei eine der Eckpfeiler des Internets. Kaum ein „Transportmittel“ wird mehr benutzt als dieses Direktmarketing-Medium, über welches binnen weniger Minuten tausende von E-Mail Empfängern gleichzeitig erreicht werden können. Diese als „Newsletter“ bezeichneten E-Mails informieren aus Sicht von Bloggern und Unternehmen über Produkte, Dienstleistungen und allgemeine News.

Der Vorteil: gegenüber herkömmlichen Werbemailings per Post, lassen sich Newsletter innerhalb kürzester Zeit verschicken. Zudem sind sie wesentlich günstiger als gedruckte Werbebriefe und lassen sich mit ansprechenden Grafiken und Hyperlinks in wahre Conversion-Maschinen transformieren.

E-Mail Marketing ist daher ein wichtiger Prozess, der in das Gesamtkonzept des Unternehmens überführt werden muss. Mit einem professionellen Mailing-Konzept lassen sich Neukunden gewinnen, aber auch bestehende Kunden zu wiederkehrenden Käufern generieren.

Die wichtigsten Faktoren für erfolgreiches E-Mail Marketing stellen wir kurz vor:

Erstellung einer E-Mail Strategie

Im ersten Schritt muss eine entsprechende Strategie entwickelt werden, die sich an der Unternehmensphilosophie und an den gewünschten Effekten orientiert.

Ziel der Strategie ist es, die Zielgruppe zu erfassen, neue Kunden für die E-Mail Liste zu generieren, die Kosten zu planen, die technische Seite auszuarbeiten sowie den gewünschten Erfolg zu definieren. Am Ende erfolgt dann die konkrete Auswertung der Strategieziele und deren Erfolge.

Erstellung und Aufbau einer Mailing-Liste

Hinter jedem E-Mail Konzept steht eine entsprechende Liste, welche die Empfänger des Newsletters erfasst. Ohne eine E-Mail Liste können keine Newsletter-Abonnenten kollektiviert werden und ohne Empfänger kann auch kein Versand stattfinden.

Ausgangsbasis bildet ein Formular oder Skript, über das sich Besucher für den Erhalt eines Newsletters anmelden können. In der Praxis wird dazu lediglich die E-Mail Adresse des Interessierten abgefragt. Sobald dieser sein Einverständnis zum Newsletter gegeben und über das sog. „Double Opt-In Verfahren“ den Erhalt bestätigt hat, wird er in der entsprechenden Liste aufgenommen und kann für künftige Mailings bespielt werden. Über dieses Registrierungsformular kann sich der Abonnent auch jederzeit vom Newsletter abmelden.

Der Aufbau einer Liste strukturiert sich in der Regel an der E-Mail Adresse sowie dem Vor- und Nachnamen und der Anrede. Letztere Komponenten sind allerdings optional.

Sofern das Unternehmen verschiedene Teilbereiche ihres Sortiments oder ihrer Dienstleistungen bewerben möchte, kann eine entsprechende Segmentierung nach Zielgruppen erfolgen. Dies bedeutet, dass es entweder unterschiedliche Anmeldeformulare pro Gruppe, Produkt oder Dienstleistung gibt, oder nur ein Formular, in welchem die Kunden selbst die Interessengebiete auswählen.

Mailing-Listen müssen kontinuierlich erweitert werden, um möglichst viele Personen für den Newsletter-Erhalt zu animieren. Dies lässt sich in der Praxis über folgende Maßnahmen realisieren:

  • Bereitstellung kostenloser Infos, z.B. gratis Ebooks, Whitepapers oder Step-by-Step-Anleitungen
  • Exit-Popup, das beim Verlassen der Webseite eingeblendet wird und das Anmeldeformular bereitstellt
  • Positionierung des Anmeldeformulars an strategisch wichtigen Stellen, auch außerhalb der Webseite (z.B. auf Partnerseiten)
  • Einkaufsgutscheine oder -rabatte für erstmalige Anmeldungen
  • Spezielle Sonderangebote für einen geschlossenen Personenkreis.

Die Liste ließe sich noch um zahlreiche weitere Vorgehensmaßnahmen erweitern.

Wichtig dabei ist, dass stets eine klare Botschaft vermittelt, Vertrauen geschafft und die Anmeldung zum Newsletter so einfach wie möglich angeboten wird.

Konzeption und Erstellung eines Newsletters

Der Aufbau eines Newsletters ist durch einen Header, einem Content-Bereich (Textbereich) und dem Footer gekennzeichnet. Zudem besteht ein Newsletter aus einem Betreff, der Interesse und Neugierde wecken soll, um die Öffnungsrate zu erhöhen.

Im Detail sieht ein Newsletteraufbau wie folgt aus:

Header

Im Header (Kopfbereich) wird das Company-Logo oder die Bezeichnung des Unternehmens und optional ein ansprechendes Headerbild hinterlegt. Im Headerbild kann bereits eine klare Werbebotschaft, in Form eines Teasers, eingebunden sein. In der Breite orientieren sich Headerbilder sowie der gesamte Newsletteraufbau an 600 Pixel. In der Höhe wird das Headerbild so gewählt, dass die eigentliche Message des Newsletters auf den ersten Blick zu sehen ist.

Textbereich

Der Textbereich (Content) ist der wichtigste Part eines Newsletters.

Er beginnt mit einer personalisierten Anrede und definiert im nächsten Schritt das Produkt oder die Dienstleistung, über die informiert und Einkünfte erzielt werden soll.

Dazu reichen in der Regel nur wenige aber dafür präzise Sätze, die überzeugend wirken und zum Kauf animieren.

Grundsätzlich werden die Texte durch entsprechende Produktbilder und Call-to-Actions ergänzt. Letztere sind Buttons oder Links, die eine klare Botschaft beinhalten und zu weiteren Handlungen („Jetzt bestellen“, „Jetzt anfordern“, „Gratis Download“, „Nehmen Sie Kontakt mit uns auf“ etc.) auffordern. Dies kann beispielsweise auch ein kostenloser Download oder ein Anmeldeformular sein.

Selbstverständlich verweisen die Call-to-Action-Buttons direkt auf eine entsprechend optimierte Landingpage, auf der das Produkt kurz vorgestellt wird und die Möglichkeit bietet, dieses direkt und ohne Umwege zu bestellen.

Footer

Der unterste Bereich eines Newsletters stellt der sog. „Footer“ (Fußbereich) dar. In ihm befindet sich die Möglichkeit zum Abmelden aus dem Newsletter und das Impressum der Firma wird wiedergegeben. Dort können abschließend auch weitere Grafiken und Links eingebettet werden, um Vertrauen zu schaffen, z.B. Gütesiegel und Auszeichnungen, Social Media Links oder die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme.

Newsletter Template – praktische E-Mail Vorlage

Ein Mailing kann über ein sog. „Newsletter Template“ (vorgefertigte Mail-Vorlage) kostengünstig und schnell erstellt werden. Diese Templates stehen kostenlos bzw. kostenpflichtig im Internet zum Download bereit und müssen in der Regel nur noch den eigenen Vorstellungen und Messages angepasst werden.

Es ist allerdings darauf zu achten, dass der Newsletter nicht zu groß wird, damit sich diese auch problemlos vom Empfänger öffnen lassen.

E-Mail Versand

Sofern das Newsletter Template und der Content erstellt wurden und die Zielgruppe feststeht, wird dieser über einen externen Anbieter, eine Software oder die eigene Webseite verschickt. Um dabei möglichst viele Empfänger zu erreichen, haben sich, laut diverser Studien, konkrete Tage und Zeiten ergeben, welche die Öffnungsrate drastisch erhöhen können.

So erweist sich der Versand an Mittwochen und Donnerstagen als ungünstig, da viele andere Unternehmen ihren Newsletter an diesen Wochentagen versenden und somit das Postfach überquillt.

Daher empfiehlt sich der Versand an Montagen, Dienstagen sowie an den Wochenendtagen, wie Freitag oder Samstag. Vor allem vormittags, zwischen 6 und 9 Uhr, ist die Öffnungsrate überdurchschnittlich hoch. Deutlich weniger E-Mails werden mittags und nachmittags geöffnet, wobei sich der Abend, von 18 bis 21 Uhr, wiederum günstiger darstellt.

Auswertung der Statistiken

Jedes Unternehmen möchte am Ende wissen, welche Erfolge der Newsletter erzielen konnte. Diese Auswertung ist nach jedem Versand von entscheidender Bedeutung, um künftige Mailings entsprechend anzupassen und zu optimieren.

In der Praxis spielen dabei folgende Begriffe eine tragende Rolle:

Öffnungsrate

Sie gibt an, wie häufig eine E-Mail von den Empfängern geöffnet wurde.

Klickrate

Sie definiert, wie häufig ein bestimmtes Element im Newsletter selbst geklickt wurde, z.B. Call-to-Action Buttons oder Links

Bounce-Rate

Diese Rate gibt an, wie häufig das Mailing nicht zugestellt werden konnte, weil z.B. die E-Mail Adresse falsch ist oder das Postfach des Empfängers keine weiteren Zustellungen zulässt.

Abmelde-Rate

Sie ermittelt die Zahlen der Empfänger, die sich vom künftigen Erhalt des Newsletters gänzlich abgemeldet haben.

Weitere Statistiken

Weitere Auswertungen, wie es bei professioneller Newsletter-Software oftmals der Fall ist, sind beispielsweise

  • geografische Angaben (Herkunftsländer, Kontinente)
  • E-Mail Clients (Outlook, Web.de, Gmx.de)
  • Anzeige besonders häufig geklickter Elemente
  • Statistiken über häufig gesichtete Elemente (Heatmap)
  • uvm.

Newsletter Marketing ist kein Hexenwerk, dazu gibt es zu viele Tipps und Tricks, wie das Beste aus einem Mailing herausgeholt werden kann. Unternehmen sollten sich daher bewusst mit der Thematik auseinandersetzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

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